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Newsletter 1 01.01.1900

Wie verstehen Sie „führen“?

Newsletter der Lernarchitektin

In einem Gespräch mit einem Teamleiter erklärt mir dieser ausführlich, dass sein Verhältnis zu seinen Mitarbeiter/innen partnerschaftlich, ja nahezu freundschaftlich ist. Denn nur so, erläutert er, kann die Motivation aufrecht erhalten bleiben.

Im Hintergrund steht ein Mitarbeiter und wartet freundlich und geduldig darauf, dass er bemerkt wird. Nach längerer Zeit fragt der Teamleiter über die Schulter in schroffem Ton: „Wos wüllst?“. „Chef, ich würde bitte von Ihnen einen Hinweis benötigen, ob wir die Lieferung schon versenden dürfen.“

Die Antwort folgt prompt und an mich gerichtet: „Sehen sie: Immer muss man alles selbst machen.“ An den Mitarbeiter: „Komm in einer Stunde wieder. Ich hab jetzt keine Zeit für sowas.“ Eine Stunde später - immer noch im Gespräch mit mir - lautet die Antwort des Teamleiters: „Ja klar, wenn du alles genau geprüft hast, so wie es in der Prozessbeschreibung steht, dann kannst du die auch versenden.“

Stolz weist er darauf hin, dass er ja auch eine Führungskraft ist, die den Mitarbeitern vertraut, dass sie es schon richtig machen.

Die Bandbreite des Ausdrucks eines Führungsverständnisses ist nahezu unendlich. Passendes Verhalten ist nicht immer eindeutig einzuordnen:

  • Einerseits bringen die Mitarbeiter/innen individuell unterschiedliche Entwicklungen und Persönlichkeiten mit.
  • Auf der anderen Seite wirkt das persönliche Führungsverständnis und Kommunikationsverhalten mit. Erfahrung, Vorbildung und persönliche Einstellung zu Mitarbeiter/innen kommen im alltäglichen Verhalten zum Ausdruck.
  • Die dritte nicht unwesentliche Säule kommt aus der Unternehmenskultur, die nicht nur durch die Branche sondern auch durch die Positionierung und Unternehmenswerte Einfluss auf die Gestaltung der Beziehungen nimmt.


Diese Triade Werte – Haltung – Verhalten stellt nur den Kern für die Reflexion des eigenen Führungsverständnisses dar. Aktuelle Begebenheiten, strategische Ziele, Veränderungsanforderungen und kommunikative Ausdruckskraft sind weitere Einflüsse, um nur einige zu nennen.

Die konkrete Menschen-Führungsaufgabe kann an praktischen Beispielen aus mehreren Perspektiven betrachtet werden. Die Schlussfolgerung zieht jede Führungskraft für sich alleine:

  • Wir stehen für Qualität - Führen bedeutet, dass die Arbeit richtig gemacht wird = Anweisen und vorgeben
  • Wir arbeiten effektiv und effizient – Führen bedeutet, das Ergebnis im Auge behalten = Verbesserungen suchen, Rahmenbedingungen sichern, Ziele vorgeben und kontrollieren
  • Unsere Mitarbeiter sind unser Kapital - Führen bedeutet, die Menschen zur Eigenverantwortung zu befähigen = Coachen und delegieren

    Bedeutet das nicht auch, die Menschen zu entmündigen? 

    Bedeutet das nicht auch, „Schuld“ zu suchen und Menschen als Werkzeuge zu betrachten?

    Bedeutet das nicht auch, sich selbst der Verantwortung zu entziehen? Und wozu brauchen mich die Mitarbeiter/innen dann, wenn sie selbständig sind?


Am kommunikativen Verhalten lesen die Mitarbeiter/innen ab, was von ihnen erwartet wird. Gute Führungsarbeit lässt sich nur daran messen, wie schlüssig und konsistent Werte – Haltung – Verhalten zueinander passen.
 

Sind Sie sich sicher, dass Sie sich in Führungsgesprächen entsprechend der Unternehmenswerte und Ihrer Einstellungen verhalten und Ihre Mitarbeiter/innen das auch so wahrnehmen können?

Im HOLRAUM können Sie mit der Triade Werte – Haltung – Verhalten experimentieren, kommunikative Möglichkeiten ausprobieren und Ihre eigene Wirksamkeit reflektieren. Wir kommen gerne in Ihr Unternehmen und tragen mit unserer Perspektivenvielfalt zur Reflexion Ihrer Triade bei.

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